Von ein paar Backpackern haben wir von den Flinders Ranges gehört, die ihrer Meinung nach ein wunderbarer Gebirgszug sind. Deswegen haben wir beschlossen einen Umweg in Kauf zu nehmen, um sie zu besuchen- es sollte sich lohnen.
Wir waren also doch wieder im Outback. Man bemerkte es, da die Fahrer, der entgegenkommenden Autos wieder grüßten.
Als wir ankamen, war es schon recht spät und es lohnte sich nicht mehr zu weit zu wandern, deswegen haben wir vor dem National Park gecampt, um Übernachtungskosten zu sparen.
Ein paar Aboriginalgemälde kamen da aber sehr gelegen, um den Nachmittag zu füllen.
Wir sind von rechts nach links gelaufen
Relativ früh am nächsten Morgen ging es dann los. Mit 4 Litern Wasser pro Person und einem Mittagessen für den Gipfel zogen wir bei brütender Hitze los, um den 22 km langen Rundweg zu meistern. Der Gipfel nennt sich St. Marys Peak und ist der höchste Punkt des gesamten Gebirges. Laut der Leitung des National Parks soll man ca. 9 Stunden für die Runde benötigen.
Der Aufstieg erwies sich als sehr anstrengend und wir mussten unsere Kletterskills auspacken. Nach den ersten 7 Kilometern hatten wir bereits schon die Hälfte des Wassers verbraucht. Wenn das so die ganze Strecke weiter gehen sollte, würde es nicht reichen…
Nach ungefähr 3 Stunden erreichten wir schweißgebadet den Gipfel und ja, die Aussicht machte die Strapazen des Aufstieges lange wett. Man kam sich wirklich vor wie auf einer Wolke, auf der gleichen Höhe schwebend wie die Adler.
Nach ein paar Blicken in die Ferne machte sich dann aber wieder der Hunger bemerkbar und wir aßen das wohlverdiente Mittagessen.
Der gesamte Abstieg war aber leider sehr unspektakulär und zog sich fast unerträglich lang. Die letzten 2 km bis zum Auto gingen wir wirklich auf dem Zahnfleisch. Dennoch reichte das Wasser aus. Der Abstieg war bei langem nicht so anstrengend. Außerdem schafften wir die Schleife in gerade einmal 7 Stunden.
Endlich wieder am Auto angelangt, betrachteten wir den Schaden an unseren Füßen. Seht selbst!
Aus diesem Grund wollten wir am nächsten Tag kaum einen Meter zu Fuß zurücklegen und den Rest der Flinders Ranges per Auto erkunden. Laut der National Parkleitung auch kein Problem mit einem Lieferwagen. Das glaubten wir anfangs auch, doch es ereignete sich das, was nicht passieren sollte.
Wir fuhren ahnungslos auf das 2. Kapitel von „ein Reiskocher auf Abwegen“ zu. Die „Straße“ war durchquerte einige Furten und auch sonst würden wir sie nie wieder ohne einen Allrad fahren wollen, obwohl die Landschaft und die Schluchten die wir durchfuhren sehr schön waren. Trotzdem hatten wir jetzt wirklich erst einmal genug vom Outback und freuten uns auf die Millionen Stadt Adelaide, die vor uns lag, und unseren australischen Freund, den wir dort besuchen wollen.
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